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„Ein gebrochenes Herz ist ein guter Anfang um Songs zu schreiben“ – Lauri Interview

Lauri gab gestern in Omsk, Russland, afisha.26.ru ein langes Interview. Es geht um die Vergangenheit, wie er zur Musik gekommen ist, was ihn inspiriert und wie er arbeitet. Lest es euch durch, die Übersetzung findet ihr hier:

„Ein gebrochenes Herz ist ein guter Anfang um Songs zu schreiben“

Er mag Mädchen und Russland. Die meisten Alben hat er in seiner Heimat verkauft. Er ist ein glücklicher Mensch. In seinem Leben gibt es Liebe und Elend zugleich, denn sein Herz wurde oft gebrochen. Wer er ist fragen Sie sich? Die Antwort lautet: ein heißer finnischer Typ mit einer geheimnisvollen nordischen Seele – der The Rasmus Sänger Lauri Ylönen.

Unser Treffen hatte sich mehrfach verschoben, denn Lauri ist erkältet (auch Finnen leiden). Lauri wollte nicht mit laufender Nase und heiserer Stimme vor die Journalisten treten. Doch nach ein paar Stunden bekamen wir ihn doch zu gesicht.

Interviewer: Lauri, was war deine erste musikalische Erfahrung in der HighSchool? Was hat dich dazu gebracht dir die Gitarre zu schnappen? – Es war in unserer Schule auf einer Weihnachtsfeier. Weihnachten, die perfekte Zeit für gute Musik. Wir haben zwei unserer eigenen Songs gespielt und sonst Cover von Nirvana und Metallica. Damals waren wir 16.

Interviewer: Wie haben ihre Eltern sie zur Musik gebracht? – Als ich fünf war haben mich meine Eltern buchstäblich dazu gezwungen Klavier zu spielen. Damals habe ich es gehasst und auch die Musik gehasst. Aber mittlerweile bin ich ihnen sehr dankbar, es ist meine Grundlage der Musik.

Interviewer: Haben sie es geschafft ihre Eltern Stolz zu machen? Was haben sie dafür getan? – Fünf Jahre nach dem Klavierunterricht habe ich mich für´s Gitarre spielen interessiert. Meine Eltern merkten es und kauften mir eine Gitarre. Sie haben mich in meinem musikalischen „Hobby“ immer unterstützt. Und bitte schreibt es in Anführungszeichen.

Interviewer: Überall auf der Welt finden sich Jugendliche zusammen und spielen Songs in einer Rockband. Auch Finnland hat viele Rockbands. Hast du keine Angst in der Masse verloren zu gehen? – Ehrlich gesagt waren wir in den letzten 20 Jahren eine der ersten Bands die auch außerhalb Finnlands Erfolg hatte und auf der ganzen Welt getourt ist. Und wenn man hart arbeitet, wird man für seine Mühen belohnt. Das ist der Grund warum wir so viele Fans haben.

Interviewer: Im Heimatland Erfolg zu haben ist relativ einfach, aber nicht alle finnischen Bands haben auch außerhalb Erfolg. Was ist das Geheimnis auf der ganzen Welt geliebt zu werden? – Das Geheimnis ist sich selbst treu zu bleiben und den Leuten etwas Aufregendes zu bieten. Wir bleiben aber immer unseren finnischen Wurzeln treu.

Interviewer: Wie erkennt man, ob ein Song ein Hit wird, oder nicht? – Man weiß nie, ob es einer wird! Sowas passiert Zufällig, es ist wie Magie. Aber erst einmal muss man den Song selbst lieben und dann liebt vielleicht auch das Publikum den Song.

Interviewer: Wer darf als erstes einen neuen Song hören, den sie geschrieben haben? – In der Regel die Jungs aus der Band. Manchmal aber auch mein fünf jähriger Sohn, er ist wirklich sehr kritisch.

Interviewer: Jon Bon Jovi hat mal gesagt, dass Rocker Balladen schätzen. Was ist ihnen bei Rockmusik wichtig? – In dem Genre in dem Jon arbeitet mag das vielleicht sein. Aber wir sind alle verschieden. Wir sind mit dem Song „In The Shadows“ berühmt geworden.

Interviewer: Bedarf es eine besondere Atmosphäre um Gothic Rock Songs zu schreiben? – Ein gebrochenes Herz ist ein guter Anfang.

Interviewer: Wie geht ihr mit Meinungsverschiedenheiten in der Band um? – Wir haben eine Männerfreundschaft. Wir reden drüber und gehen in die Sauna. Ich denke, das ist ein guter Weg um Probleme zu lösen.

Interviewer: Wissen sie noch was sie mit dem Verdienst des ersten Albums angestellt haben? – Natürlich! Ich kaufte mir ein BMX Rad.

Interviewer: Ein berühmter Fußballer sagte mal, es ist sehr anstrengend auf dem Feld und daheim der Fußballer zu sein. Wie gehen sie damit um, wenn sie auf einer Party mit Freunden singen sollen? – Zu Hause bin ich ein normaler Mann, wie Millionen andere auch. Das Beste was ich habe ist mit Freunden und Familie ein normales Leben zu führen. Wenn ich das nicht hätte, wäre ich bereits vor Jahren kaputt gegangen.

Interviewer: Seit sie berühmt sind stehen ziemlich viele Mädchen auf dich. Wie gehst du damit um? – Ich liebe Mädels, das ist also kein Problem.

Interviewer: Wie ist ihr Kontakt zu den Fans? Ist es anstrengend? – Nein! Sie sind immer nett und höflich zu uns. Wir haben die besten Fans der Welt. Ohne sie würden wir all dies hier gar nicht mehr machen… Songs schreiben, Konzerte spielen.

Interviewer: Welchen Platz auf der Erde finden sie am romantischsten? – Irgendwo mit dem Boot auf dem Meer.

Interviewer: In ihren Liedern geht es oft um Tod. Willst du so die Angst davor verlieren oder gibt es andere Gründe? – Nein, ich bin nur sehr interessiert daran. Es ist faszinierend, nicht wahr?

Interviewer: Um ein gutes Gedicht zu schreiben, muss der Dichter leiden. Ist es bei Musikern ähnlich? Müssen sie beim Songs schreiben leiden? – Ja, das ist absolut so! Meine besten Songs schrieb ich, nachdem etwas schreckliches passiert ist. Denken sie dran, was ich über ein gebrochenes Herz gesagt habe…

Interviewer: Was machen sie so in ihrer Freizeit? – Ich habe nicht so viel Zeit für Hobbies, aber ich finde Architektur sehr interessant. Ich treffe mich mit Freunden, koche, fahre auf meinem Boot oder gehe joggen.

Interviewer: Gehen sie für die Mädchen laufen, oder für sich selbst? – Nur für die Ausdauer.

Interviewer: Welchen Klingelton haben sie auf ihrem Handy? – Mein Handy ist immer lautlos, mein Leben ist schon laut genug.

 english translation – englische Übersetzung

Original interview at afisha.26.ru 

„A broken heart is a good way to write songs“

He likes girls and Russia. Most albums are sold in finland. He is a happy guy. In his life there is love and suffering at the same time, because his heart was broken often. Who he is you might ask? The answer is: a hot Finnish guy with a mysterious nordic Soul – The Rasmus singer Lauri Ylönen.

Our meeting has been postponed several times because Lauri has a cold (even finnish guys suffer). Lauri didn´t want to talk without a voice to the journalists. But after a few hours we finally met him.

Interviewer: Lauri, what was your first music experience in high school? – It was at a Christmas party in our high school. Christmas, the perfect time for good music. We played two of our own songs and some cover of Nirvana and Metallica. At that time we were 16 years old.

Interviewer: What have your parents done to show you the music? – When I was five my parents forced me to play piano. At that time, I hated it and Ihated the music. But now I´m very grateful, it´s the basis of the music I do.

Interviewer: Have you made your parents proud? – Five years after the piano lessons I’ve decided to play guitar. My parents noticed it and bought me a guitar. They have always supported me in my musical „hobby“. But please write it in quotes.

Interviewer: All over in the world young people play in rockbands. Finland has many rock bands as well. Are you afraid to fade between all the bands out there? – To be honest, we were in the last 20 years one of the first bands that had success outside of finland and have toured all over the world. And if you work hard, you will be rewarded for your efforts. That´s the reason why we have so many fans.

Interviewer: To have success in finland is easy more or less, but not all finnish bands have success outside of finland. What is the secret to be loved all around the world? – The secret is to be yourself and to show people something interesting. We always belong to our finnish roots.

Interviewer: How do you know a Song will become a hit?- You never know! It happens by chance, it’s like magic. But first you have to love the song yourself, and then maybe the people will love it too.

Interviewer: Who is the first one to hear a new song you’ve written? – Normally the guys in the band. But sometimes my five year old son, he´s really critical.

Interviewer: Jon Bon Jovi once said that ballads are important for rock music. What is important to your music? – That might be important in the genre Jon works. But we’re all different. We become famous with the song „In The Shadows“.

Interviewer: Does it needs a special atmosphere to write gothic rock songs? – A broken heart is a good way start writing lyrics.

Interviewer: How do you deal with four different opinions of four guys in the band? – We have a boys friendship.We talk to each other and go to the sauna. I think it’s a good way to solve problems.

Interviewer: Do you remeber what you´ve bought with the money of your first album? – Of course! I bought a BMX bike.

Interviewer: A famous footballer said, it´s hard to be the famouse football star all the time. How do you deal with it if friends ask to sing at a private party for them? – At home I’m a normal man, like everyone else. The best in my life is ti come back home and have a normal life with family and friends. Without it I would have broke down years ago.

Interviewer: Since you are famous a lot of girls likes you. How do you deal with it? – I love girls, so that’s okay.

Interviewer: Do you stay in contact with your fans? Is it stressful? – No! They are always nice. We have the best fans in the world. Without them we wouldn´t be here … write songs, play gigs.

Interviewer: What is the most romantic place on earth? – Somewhere with the boat on the sea.

Interviewer: You sing often about death. Are you afraid of it or what is the reason? – No, I’m just very interested. It’s fascinating, isn´t it?

Interviewer: A poet has to suffer to write good poems. Do you have to suffer to write good songs? – Yes, this is true! I wrote the best songs after something terrible happend. Don´t forget what I said about a broken heart …


Interviewer: What are you doing in your spare time? – I don´t have much time for hobbies, but I like architecture. I meet with friends, cook, ride on my boat or go jogging.

Interviewer: Which ringtone do you have on your phone? – My phone is always silent, my life is loud enough.

 

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The Rasmus Chat und Gruppe

In Zeiten so vieler sozialer Plattformen ist es manchmal schwierig, viele gleichgesinnte auf einem Haufen zu finden. Deshlab gibt es nun bei Facebook die The Rasmus Germany Gruppe. Eine Gruppe für Fans, um über alles zu quatschen, was irgendwie mit The Rasmus zu tun hat. Einfach eine Anfrage verschicken und dabei sein. Es sind schon weit über 100 Leute aktiv 🙂

The Rasmus Germany FB-Gruppe

 

Wer nicht bei Facebook ist, oder lieber direkt mit den Leuten chatten möchte, kann ja mal im brandneuen The Rasmus Chat vorbei schauen. Egal, ob als angemeldeter User, oder nur als Gast, könnt ihr mit anderen Fans über alles schreiben.

Am Anfang wird es schwer sein, Chatter gleichzeitig in den Chat zu bekommen. Vielleicht verabredet ihr euch erst einmal mit einem oder mehreren Usern im Chat. Ansonsten lege ich mal Chatzeiten fest, wo ihr vorbeischauen könnt. Vielleicht bekommen wir den Chat dann ja belebt 🙂

Chatzeiten:

Mo – Sa ab 20.00 Uhr

Sonntag ab 18.oo Uhr

 

Der Chat ist ein Versuch, wenn er genutzt wird, bleibt er und wird ausgebaut. Ansonsten wird er bei Zeiten wieder gelöscht.

HIER geht es zum Chat.

 

Links zum Chat und der Gruppe findet ihr übrigens immer rechts oben in der Spalte unter Links!

 

 

Und für alle The Dirty Youth Fans… Auch die Supportband hat ihre Gruppe für News und alles andere rund um die Band.

The Dirty Youth Fans Germany


The Rasmus: „Wir sagen, was wir denken“

Auf tochka.net gibt es noch ein weiteres Interview mit The Rasmus aus der Ukraine. Die Übersetzung gibt es unter dem Bild.

Sehr Interessant, da es mal andere Fragen sind. Es geht über den Erfolg, das Bandleben, Rockmusik und den The Rasmus Stil.

Unter dem Link oben findet ihr noch ein paar mehr Bilder vom Interview.

 

© tochka.net

The Rasmus: „Wir sagen, was wir denken“

Eure Karriere begann bereits in den 90er Jahren. Glaubt ihr, ihr könnt den Erfolg noch einmal wiederholen?

Lauri: Es ist ein Rästel, wie man einen erfolgreichen Song schreibt. Es reicht nicht einfach nur einen guten Song zu haben, es gibt viele Komponente. Etwas das heute erfolgreich ist, wäre vor ein paar Jahren vielleicht niemals zum Erfolg gekommen. Es ist schwer zu sagen, man braucht einfach Glück.

Eure Band besteht bereits seit 18 Jahren. Was muss man tun, damit eine Band so lange zusammen bleibt?

Eero: Natürlich haben wir auch Momente, wo jeder von uns eine andere Meinung hat. Wir hatten früher auch einen anderen Drummer. Wir haben 5 Jahre mit ihm gespielt, bis er plötzlich sagte „Ich will etwas anderes machen“. Er wollte mehr reisen und andere Arbeiten machen. Also sagten wir „Okay, dann solltest du das machen. Wir werden einen neuen Drummer finden“. Aber wir hatten Glück, wir hatten ja unseren guten Freund Aki.

The Rasmus haben sicher ein Rezept dafür, wie man Konflikte vermeidet?!

Lauri: Wir reden über alles und wenn etwas negatives im Raum steht, versuchen wir es so zu lösen, dass alle damit einverstanden sind. Wir versuchen immer das Beste draus zu machen und Spaß zu haben, das Überträgt sich dann auch auf die Zuhörer.

Was denken Sie über die Rockmusik der Vergangenheit?

Eero: Ich glaube die Rockmusik wird niemals sterben, es wird immer Menschen geben die sich dafür interessieren. Es gab eine Menge Ereignisse in der Geschichte der Rockmusik. Aber zur Zeit gibt es eben auch viel R´n´B, Techno und Hip Hop. Aber das ist auch gut so. Als wir Teenager waren, gab es viel Grunge mit Bands wie Soundgarden, Pearl Jam und Nirvana. Die Zeit hat uns stark geprägt.

Verfolgen sie elektronische und Dance-Musik? Vielleicht bekommen wir ja bald ein The Rasmus Lied in diesem Stil zu hören.

Lauri: Letztes Jahr habe ich ein Solo-Album veröffentlicht, auf dem ich elektronische Musik mache. Nächstes jahr werde ich ein weiteres Album veröffentlichen. Wir lieben elektronische Musik. Es ist etwas ganz anderes, als Musik mit der Giatrre zu machen. Musik am Computer und mit Synthesizern zu machen ist wie eine andere Welt.

Erzähl uns von der „Monsters of Rock“ Tour im Jahr 2007 in Russland. Konnten Sie viel von ihren älteren Kollegen lernen?

Lauri: Das war sehr Interessant, besonders mit Alice Cooper und den Scorpions zu touren. Sie sind so alt wie mein Vater, um die 65. Ich hatte die Möglichkeit mit Alice Cooper und den Scorpions den Song „Rock You Like A Hurricane“ live zu performen. Als ich noch ein Kind war, habe ich diese Bands gehört und nun stand ich mit ihnen auf der Bühne. Das ist genial! Ich sprach mit Alice Cooper bevor er auf die Bühne ging. Er sagte „Ich bin so nervös“. Ich dachte „Was? Du? Alice Cooper?“. Es war schön zu spüren, dass auch er nur ein Mensch ist wie wir alle. Ich finde es toll, dass sie auch nach all den Jahren und trotz des Alters noch immer Spaß daran haben zu touren. So möchte ich später auch sein und die gleiche Energie haben.

Deine Frau spielt ebenfalls in einer band. Wie bekommt ihr das hin?

Lauri: Ich habe eine sehr ungewöhnliche Familie mit zwei Rockstars (lacht). Es ist alles nur eine Frage der Organisation.